Auch wenn viele Finanzportale ständig über die unterschiedlichsten Vorteile von Girokonten berichten, möchten wir Ihnen auch einmal die negativen Aspekte eines Girokontos aufzeigen.
Sicherlich haben kostenlose Girokonten Ihre Vorteile, die Nachteile werden aber viel zu oft übersehen. Dabei lassen sich die Nachteile durch andere Kontenformen, wie zum Beispiel einem Tagesgeldkonto, ausgleichen – aber eines nach dem anderen.
Die wichtigsten Nachteile des Girokontos
Je nach Anbieter kostet ein Girokonto monatliche Gebühren. Diese stehen aber in keinerlei Rechtfertigung zu der gebotenen Leistung, denn kaum ein Girokonto zahlt auf das Guthaben Zinsen. Im Gegenteil: Überziehungszinsen werden nicht selten mit über 15% p.a. berechnet. Wer es versäumt einen Dispokredit für sein Girokonto einzurichten, der zahlt ab dem ersten Euro im Minus Überziehungszinsen. Sofern ein Dispokredit eingerichtet ist, fallen die Zinsen p.a. auf ein gesundes Maß.
Ein weiterer Nachteil von Girokonten ist, dass man zwar theoretisch an jedem deutschen Geldautomaten Geld abheben kann, aber sobald dieser von einem anderen Kreditinstitut ist, mit dem Ihre Bank keine Kooperation pflegt, zahlen Sie kräftige Gebühren. Zu erkennen ist das an den kleinen Aufklebern an den Geldautomaten. Dort ließt man nicht selten: 3,25% der Abhebesumme oder Mindestgebühr 5,90 EUR. Von den anfallenden Gebühren, die im Ausland bei Bargeldabhebungen anfallen, möchten wir erst gar nicht sprechen.
Eine Frechheit ist auch, dass bei normalen Girokonten (also keinen reinen Internetkonten oder Girokonten, die auf Internetbanking ausgelegt sind) Gebühren für Online-Banking anfallen. Pro Überweisung 10 Cent. Da dieser Dienst für die Bank kostenlos ist, ist dies mehr als eine Frechheit! Am besten Sie erkundigen sich über die Gebühren für das Online-Banking, wenn Sie ein Girokonto eröffnen möchten.
Welche Alternativen gibt es zum Girokonto?
Leider keine. Da Ihr Gehalt auf Ihr Konto gebucht wird, Ihre Steuern von Ihrem Konto abgebucht werden und Versicherungen und andere Institute eine Bankverbindung verlangen, kommen Sie um ein Girokonto nicht herum. Da können Sie nur das Beste aus der Situation machen und das Girokonto mit den besten Konditionen wählen.
Richtigen Sie gleich bei der Kontoeröffnung einen Dispokredit ein (so hoch wie möglich) um im Falle eines Falles an den teurer Überziehungsgebühren vorbei zu kommen.
Ihr Guthaben sollten Sie auf ein gut verzinstes Tagesgeld-Konto überweisen. So erhalten Sie gute Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit.